Holz als Naturbaustoff ist attraktiv für Pilze und Insekten. Vor allem feuchte, alte Gebäude, die einige Jahre nicht richtig gepflegt wurden, werden von Schädlingen heimgesucht. "Diese Gefahr dürfen Hausbesitzer nicht unterschätzen, denn sie zersetzen das Holz und reduzieren damit die Standsicherheit des Hauses", warnt Angelika Rösner vom Verband Privater Bauherren (VPB).
Kleine Pilzgeflechte, feine Bohrlöcher in den Balken oder frisches Holzmehl weisen auf einen Befall hin. Zu den typischen Pilzen, die verbautes Holz befallen, gehören der so genannte Echte Hausschwamm, der Braune Kellerschwamm und der Weiße Porenschwamm. Besonders gefährlich ist der Echte Hausschwamm. "Der Pilz entwickelt sich unter günstigen Bedingungen recht schnell und richtet in kürzester Zeit erhebliche Schäden am Holz an", betont die Expertin des VPB-Regionalbüros Schwerin. Die so genannte Braunfäule ist auch für den Laien an der dunkelbraunen Verfärbung und der würfelartigen Zersetzung des Holzes erkennbar.
Neben den Pilzen machen vor allem Insekten vielen Besitzern alter Häuser zu schaffen. Häufige Plagegeister sind vor allem die Larven des Hausbockkäfers, des Gemeinen Nagekäfers und des Braunen Splintholzkäfers. Die Käfer legen ihre Eier im Holz ab und die Larven entwickeln sich über mehrere Jahre im Holz. Damit es nicht so weit kommt, ist vorbeugender Holzschutz ebenso wichtig wie die Pflege und regelmäßige Kontrolle der bestehenden Holzkonstruktion. Besonders Hauskäufer sollten vor dem Kauf alle neuralgischen Punkte von einem Bausachverständigen prüfen lassen und die erforderlichen Sanierungsmaßnahmen und deren Kosten klären.
Quelle: ddp