Im Streit um eine neue Kfz-Besteuerung hat der ADAC ein eigenes Modell vorgestellt. Demnach soll die Steuerhöhe vom Spritverbrauch abhängen. "Wer wenig Sprit verbraucht und damit auch wenig CO2 ausstößt, zahlt wenig Steuer, wer viel verbraucht zahlt mehr Steuer", sagte ADAC-Präsident Peter Meyer der in Hannover erscheinenden "Neuen Presse". Demnach würde ein Pkw bei 100 Gramm CO2-Ausstoß pro Kilometer steuerfrei gestellt.
Betroffen wären Diesel-Pkw mit einem Verbrauch bis zu 3,8 Liter je 100 Kilometer und Benziner bis zu einem Verbrauch von 4,2 Liter je 100 Kilometer, sagte Meyer. Für die Autofahrer dürfe die neue Kfz-Steuer keine Mehrkosten bringen, forderte er. Jedenfalls solle "die Gesamtbilanz, also das gesamte Steueraufkommen, gleich bleiben". Klar sei aber, dass einzelne Autofahrer mehr zahlen müssten.
Die FDP ist skeptisch gegenüber den Tiefensee-Plänen zur Umstellung der KFZ-Steuer auf Schadstoff-Ausstoß. "Verkehrsminister Wolfgang Tiefensees Vorhaben ist gut gemeint, aber nicht konsequent durchdacht", sagte FDP-Generalsekretär Dirk Niebel der in Dresden erscheinenden "Sächsischen Zeitung". Wer sein altes Auto dann aber nur mit großem Verlust verkaufen könne, werde es behalten und die höheren Steuern hinnehmen. "Das Vernünftigste wäre es allerdings, die Kfz-Steuer komplett abzuschaffen und ihr Aufkommen auf die Mineralölsteuer umzulegen. Dann würde derjenige mehr zur Kasse gebeten, der mehr Umweltbelastung verursacht", sagte Niebel.
Quelle und Bild: ddp
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