Die Mehrheit der Bundesbürger lehnt einer Umfrage zufolge die Rente mit 67 ab. Demnach sprechen sich 73 Prozent gegen eine Anhebung der Altersgrenze aus, wie aus dem in Köln vorgestellten AXA-Ruhestands-Barometer hervorgeht. Die meisten Beschäftigten wollen spätestens mit 63, höchstens mit 64 Jahren in den Ruhestand gehen. Als ideales Renteneintrittsalter werden 59 Jahre angesehen.
Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) befragte im Auftrag des Versicherungskonzerns AXA bundesweit repräsentativ 308 Erwerbstätige ab 25 Jahren sowie 300 Ruhe- und Vorruheständler bis 75 Jahre. Danach sehen 99 Prozent der Befragten das deutsche Sozialsystem in der Krise, mehr als 40 Prozent der Erwerbstätigen zweifeln am Weiterbestehen der gesetzlichen Rentenversicherung. Rund die Hälfte geht von einem sinkenden Lebensstandard im Ruhestand aus.
Trotz dieser Einschätzung sieht die Mehrheit den Gesetzgeber aber weiterhin in der Pflicht. So sind 76 Prozent der Meinung, dass sich vorrangig der Staat um die Rente kümmern müsse. Ein Drittel der befragten Erwerbstätigen hat nach eigener Aussage noch keine finanzielle Vorsorge für die Rente unternommen und will dies erst mit 48 Jahren beginnen.
Die Zeit der Rente wollen die Befragten aktiv nutzen. Das "Alter" beginnt für die meisten Erwerbstätigen nicht mit dem Arbeitsende, sondern ab 71 Jahren. Arbeiten als Rentner ist für die Mehrheit tabu: 65 Prozent lehnen eine bezahlte Tätigkeit in ihrem Ruhestand ab. Stattdessen sollen Reisen und Sport den Lebensabend bestimmen.
Quelle: ddp
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