Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland geht weiter zurück. Im ersten Halbjahr meldeten 14.400 Betriebe Konkurs an. Das waren 5,1 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, wie die Neusser Wirtschaftsauskunftei Creditreform in Düsseldorf berichtete.
Auch bei der Zahl der Verbraucherinsolvenzen gab es einen Rückgang. Sie sank um 7,2 Prozent auf 48.350. Im Zuge der rückläufigen Zahl der Firmenpleiten fielen auch die Insolvenzschäden geringer aus. Beliefen sich die insolvenzbedingten Folgekosten bundesweit im ersten Halbjahr 2007 noch auf 16,2 Milliarden Euro, waren es in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres 15,3 Milliarden Euro. Das entspricht einem Minus von 5,6 Prozent. Die durch Firmenpleiten bedingten Arbeitsplatzverluste reduzierten sich um rund 13 Prozent auf 164.500.
Für das Gesamtjahr 2008 rechnet die Creditreform mit einer zum Vorjahr weitgehend unveränderten Entwicklung. Erwartet werden zwischen 27.000 und 30.000 Firmeninsolvenzen gegenüber 29.150 im Vorjahr. Bei den Verbraucherpleiten und sonstigen Insolvenzen - dazu zählen etwa überschuldete Nachlässe, insolvente Vereine und Stiftungen - gehen die Experten von 130.000 bis 140.000 Fällen aus gegenüber rund 135.000 Fällen im Jahr 2007.
Quelle: ddp