Die deutschen Unternehmen stellen sich noch unzureichend auf die wachsende Marktmacht der Verbraucherinnen ein. Das geht aus einer internationalen Studie der Beratungsgesellschaft Boston Consulting Group (BCG) hervor. Danach sind Frauen in Deutschland für 72 Prozent aller Konsumausgaben verantwortlich.
Unternehmen müssten daher Angebote entwickeln, die der Alltagsrealität von Frauen, also Beruf und Haushalt, besser Rechnung tragen und ihre psychischen und physischen Belastungen effektiv mindern, sagte BCG-Geschäftsführerin Antonella Mei-Pochtler. In der Wahrnehmung der weiblichen Konsumenten gelinge dies bisher am ehesten Unternehmen aus der Lebensmittel-, der Bekleidungs- und der Kosmetikindustrie. Andere Branchen wie die Autoindustrie, Versicherungen oder Banken schnitten weitaus schlechter ab. Knapp die Hälfte der Befragten habe angegeben, von den Unternehmen dieser Branchen sehr enttäuscht zu sein. Nach Ansicht von Mei-Pochtler verschenken Unternehmen, die am Klischee festhalten, dass Frauen sich nicht für Technik oder Geld interessieren, Wachstumschancen. Für die Studie befragte BCG 12.000 Frauen aus 22 Ländern.
Quelle: ddp