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Internet-Nutzung

Schadprogramme und Suchanfragen bereiten Probleme

 
14.10.2009
 
Viele Internet-Nutzer haben noch Probleme bei der Suche nach Informationen. Zusätzlich sind nach Angaben von BITKOM viele Computer unzureichend gegen Online-Kriminalität geschützt.
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Viele Internet-Nutzer haben noch Probleme bei der Suche nach Informationen. Zusätzlich sind nach Angaben von BITKOM viele Computer unzureichend gegen Online-Kriminalität geschützt.
Bild: MEV

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"Internet-Kriminelle weiten ihre Aktivitäten aus", meldet der Hightech-Branchenverband BITKOM. Gemeinsam mit dem Bundeskriminalamt (BKA) gibt BITKOM nun Tipps zum sicheren Umgang mit dem Internet und informiert über aktuellen Zahlen der Internetnutzung. Diese zeigen unter anderem, dass viele Nutzer vor allem bei der Suche nach zuverlässigen Informationen oft noch unsicher sind.

BKA-Präsident Jörg Ziercke erklärte: "Internet-User müssen wissen, dass die Straftäter von heute das Internet zunehmend als Tatmittel nutzen und sich dabei den oftmals sorglosen Umgang mit persönlichen Daten sowie die Möglichkeiten moderner Schadsoftware zunutze machen." Nach Angaben einer Umfrage von Forsa für den BITKOM sind Viren und andere Schadprogramme die häufigste Erfahrung mit Kriminalität im Internet. 38 Prozent der Internetnutzer ab 14 Jahren – das entspricht fast 20 Millionen Deutschen – haben laut BITKOM erlebt, dass ihr Computer infiziert wurde". „Mehr denn je müssen sich PC-Nutzer auf dem Laufenden halten, wie sie sich vor Kriminellen schützen können“, sagte Prof. Dieter Kempf, BITKOM-Präsidiumsmitglied und Vorstandsvorsitzender des Vereins "Deutschland sicher im Netz".
 
„Schadprogramme beeinträchtigen nicht nur die Funktion von PCs, sondern werden zunehmend zur Ausspähung digitaler Identitäten eingesetzt“, kommentiert BKA-Präsident Ziercke. Verstärktes Ziel von Betrügern seien hierbei Zugangsdaten zu Internet-Shops und Auktionshäusern, sozialen Netzwerken, Foren und E-Mail-Konten. Auch beim Online-Banking stieg die Zahl der Betrugsfälle an. Die neuen Methoden zur Sicherung der Online-Konten aus dem vergangenen Jahr, wie die fast flächendeckende Einführung der iTAN bei Online-Überweisungen, seien inzwischen auch durch Schadsoftware betroffen und somit immer unsicherer. "Allein die Eingabe der Geheimzahlen bei Überweisungen reicht zur Vorbeugung nicht", so BITKOM-Präsidiumsmitglied Kempf. "Gesundes Misstrauen und eine aktuelle Sicherheitsausstattung des PCs sind genauso wichtig."
 
Um die Online-Kriminalität zu bekämpfen und das Internet für die Verbraucher sicherer zu machen, kündigten BITKOM und BKA an, die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Polizei weiter auszubauen. Aber auch die Internet-Nutzer selbst sich selbst aktiv für den Schutz ihrer Daten einsetzen und ihren persönlichen Zugang absichern. Eine Umfrage des BITKOM habe gezeigt, dass es noch großen Nachholbedarf gibt. So nutze nur jeder zweite Internet-User eine Firewall, die Schadsoftware blockieren kann. Kempf: "Wer sich selbst schützt, trägt auch dazu bei, dass Viren und Trojaner nicht weiter verbreitet werden.“


Probleme bei der Navigation im Internet

Laut einer anderen aktuellen Umfrage von BITKOM haben viele Computernutzer Probleme bei der Suche nach Informationen. 31 Prozent der Befragten gaben demnach an, dass sie sich häufig oder sehr häufig in der Navigation von Webseiten nicht zurechtfinden. Grund für die Probleme seien meist eine unklare Benutzerführung oder eine mangelnde Übersichtlichkeit der Webseiten.

"Viele Nutzer finden sich im Internet nur schwer zurecht“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. "Die Betreiber und Gestalter von Webseiten sollten noch stärker auf die Benutzerfreundlichkeit achten.“ Eine klare Benutzerführung und der sparsame Einsatz von Bildern und Animationen könnten dabei die Navigation erleichtern, rät der Verband. Die Ergebnisse der Befragung zeigten, dass ein Drittel der Befragten angaben bei der Internetnutzung häufig oder sehr häufig von Bannern, Pop-ups oder blinkenden Bildern stark abgelenkt zu werden. Aber auch das Auffinden von Informationen stellt laut BITKOM für viele Internetnutzer ein Problem dar. "30 Prozent der Befragten finden häufig oder sehr häufig Informationen nicht, obwohl sie sicher sind, dass diese verfügbar sind", meldet BITKOM und rät auch die im Netz verfügbaren Hilfen, wie zum Beispiel die "Erweiterte Suche“ bei Google, einmal zu nutzen. Die erweiterten Funktionen der Suchmaschinen könnten unter anderem eine verfeinerte Suche nach Sprachen, Regionen, Dateiformaten oder auf bestimmten Webseiten ermöglichen. Letzteres sei vor allem bei Webseiten mit einem umfangreichen Informationsangebot sinnvoll.

Quelle: jtw/ BITKOM

 
 

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