"Im Jahr 2008 nutzte die Hälfte der Betriebe mit Neueinstellungen Netzwerke für die Personalsuche, und 29 Prozent der Neueinstellungen wurden tatsächlich auf diesem Weg realisiert", meldet das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Vor allem bei Kleinstbetrieben spielen laut IAB die persönlichen Kontakte bei der Mitarbeitersuche eine große Rolle.
49 Prozent der vom IAB befragten Betriebe nutzen bei der Suche nach geeignetem Personal die Kontakte ihrer Mitarbeiter. Bei Kleinstbetrieben mit weniger als zehn Mitarbeitern lag der Anteil bei 53 Prozent. Bei den Großbetrieben mit 200 und mehr Beschäftigten nutzte laut IAB dagegen weniger als ein Drittel soziale Netzwerke. Hier seien häufig formale Strukturen bei der Stellenbesetzung etabliert, erläutern die Arbeitsmarktexperten.
Laut der Studie werden Jobs mit schwierigen Arbeitsbedingungen besonders häufig über persönliche Kontakte besetzt: 18 Prozent dieser Stellen waren beispielsweise mit körperlicher Anstrengung, unregelmäßigen Arbeitszeiten, Lärm- oder Hitzebelastung verbunden. Nach Angaben des IAB suchten deshalb auch 57 Prozent der Betriebe in der Land- und Forstwirtschaft, 54 Prozent der Betriebe im Baugewerbe und 52 Prozent der Betriebe in Handel, Gastgewerbe und Verkehr neue Mitarbeiter über soziale Netzwerke.
Quelle: jtw/IAB