Das Bundesarbeitsgericht (BAG) erwartet durch die Wirtschafts- und Finanzkrise einen sprunghaften Anstieg von Kündigungsschutz-Prozessen. BAG-Präsidentin Ingrid Schmidt sagte, gerade in Regionen mit Automobilindustrie und Zulieferbetrieben habe sich in erster Instanz die Zahl der Streitfälle um etwa ein Drittel erhöht.
Diese Welle werde zeitverzögert auch das Oberste Arbeitsgericht in Erfurt erreichen, wenn auch nicht in dem Umfang. Je länger die Krise anhalte und mit steigender Zahl betriebsbedingter Kündigungen werde immer härter um das Entgelt gestritten.
Weiterer Schwerpunkt für die Zukunft wird Schmidt zufolge der wachsende Einfluss des EU-Rechts sein. "Unsere Aufgabe ist, das Gemeinschaftsrecht mit dem deutschen Arbeitsrecht zusammenzuführen und Brüche zu vermeiden".
Quelle: ddp