Wer in seine Bildung investiert, kann damit eine höhere Rendite erzielen als mit dem Kauf von Finanzprodukten, Immobilien oder Aktien. Außerdem ist er weniger gefährdet, im Laufe seines Lebens arbeitslos zu werden. Das ist das Ergebnis einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), wie der Tagesspiegel berichtet. Im internationalen Vergleich bringen Bildungsinvestitionen in Schweden und Deutschland eine höhere Rendite als in den USA und Großbritannien.
Die DIW-Forscher haben für ihre Studie Daten der Langzeiterhebung ausgewertet, des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP). Dazu haben sie die Bruttostundenlöhne von Personen zwischen 26 und 65 Jahren herangezogen.
Laut DIW bringt eine Investition in mittlere Bildung die höchste Rendite. Zudem sei der Effekt in den neuen Bundesländern am höchsten, hier vor allem bei Frauen: Sie kommen dem Berliner Institut zufolge auf eine Bildungsrendite von 18 Prozent. Die Männer mit mittlerem Bildungsabschluss kommen im Osten indes nur auf eine Rendite von sieben Prozent. Die Ökonomen begründen dies damit, dass der Lohn, den Frauen mit einem Pflichtschulabschluss erreichen können, sehr gering ist. Hier steigert Bildung das spätere Einkommen also umso stärker.
Quelle: ddp