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Regionale Informationen
Arbeitsentgelt

Krise lässt Löhne in Ostdeutschland sinken

 
05.08.2009
 

Die Wirtschaftskrise wird sich einem Zeitungsbericht zufolge auch auf die Einkommen in Ostdeutschland negativ auswirken. Laut Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) werden die Bruttolöhne in diesem Jahr um 1,7 Prozent sinken, nachdem sie im Vorjahr noch um 3,1 Prozent gestiegen waren, wie die Leipziger Volkszeitung" berichtet.

Wie IWH-Konjunkturexperte Udo Ludwig dem Blatt sagte, rechne er in Sachsen sogar mit einem Rückgang der Bruttolöhne und -gehälter "in Richtung zwei Prozent". Dies liege daran, dass der Freistaat stark in den von der Krise besonders betroffenen Branchen wie dem Autobau vertreten sei. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Sachsen würden die Löhne damit das erste Mal seit 1998 sinken.

Wachstumsrate zu gering

Die Ostwirtschaft wird nach Angaben des IWH vermutlich immer dem Niveau in den alten Bundesländern hinterherhinken. "Die Wachstumsrate müsste doppelt so hoch sein, erst dann ergibt sich ein Aufholprozess, der 15 bis 20 Jahre dauern würde" sagte Ludwig der "Berliner Zeitung". "Ich glaube nicht, dass es diese Chance noch gibt", sagte Ludwig.


Von der derzeitigen Krise seien im Osten vor allem die Länder stark betroffen, "die industriell am weitesten entwickelt sind." Da die Binnennachfrage in den neuen Ländern auf Dauer sehr schwach ausgeprägt sein werde, "müssen die Unternehmen verstärkt auf den Export setzen. Damit sind sie zwar künftig stärker dem Auf und Ab auf den Weltmärkten ausgesetzt - was wir gerade erleben - aber sie haben die Chance, in Boomzeiten gute Geschäfte zu machen", sagte Ludwig.

Quelle: ddp

 
 

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