Das deutsche Handwerk erhofft sich von der neuen schwarz-gelben Bundesregierung Reformen in der Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik. "Die deutliche Mehrheit für eine Koalition aus CDU/CSU und FDP hat die Voraussetzungen, Deutschland mit einer reformorientierten Politik aus der aktuellen Krise zu führen", sagte der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), Otto Kentzler.
In der Koalitionsvereinbarung müssten Entscheidungen ganz oben stehen, die zusätzliches Wachstum anstoßen und Beschäftigung kurzfristig sichern und mittelfristig aufbauen, erläuterte Kentzler weiter. Priorität müssten dabei Entlastungen durch kurzfristige Korrekturen bei den Unternehmenssteuern und mittelfristig durch eine gestufte Steuerreform haben.
Wichtig seien auch Reformen bei der Arbeitsmarktpolitik, um die nach Ansicht des Verbandes drohende Beitragsexplosion bei der Arbeitslosenversicherung zu vermeiden und die Funktionstüchtigkeit der Bundesagentur für Arbeit zu verbessern. Ein weiterer Schwerpunkt müsse die Bildungspolitik sein. Deutschland brauche ein grundsätzlich neues, miteinander verbundenes Familien- und Bildungskonzept. Dazu gehöre eine deutliche Verringerung der Zahl der Schulabgänger ohne Abschluss und der Zahl der Ausbildungs- und Studienabbrecher.
Quelle: ddp