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Betriebstechnik
IFA 2009

Forschungsprojekt intelligentes Haus

 
07.09.2009
 
Auch Haushaltsgeräte wie energieeffiziente Kühlschranke oder Waschmaschinen, die per "Wolken-Technologie" betrieben werden, sind Themen der IFA 2009.
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Auch Haushaltsgeräte wie energieeffiziente Kühlschranke oder Waschmaschinen, die per "Wolken-Technologie" betrieben werden, sind Themen der IFA 2009.
Bild: ddp

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Auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin wird jedes Jahr neben der Präsentation der neuesten Flachbildfernseher und energieeffizienten Kühlschränken auch ein Blick in die mediale Zukunft geworfen. Ein Projekt, das über viele Jahre in den Labors ausgetüftelt wurde, ist das so genannte intelligente Haus, für das Forschungsinstitute und die Industrie seit Jahren werben.

Einen neuen Anlauf, um dem Haus der Zukunft zur Marktreife zur verhelfen, unternimmt nun der Technologiekonzern IBM mit seiner "Wolken-Technologie". Diese vernetze und steuere unterschiedliche Geräte und Funktionen im Haus, ohne dass sich der Kunde mit der Komplexität des Systems auseinandersetzen müsse, sagt IBM-Manager Americo Machado auf der Messe.


Das smarte Haus sei ja eigentlich nichts Neues. Darüber würde schon seit zehn Jahren geredet, fügt er hinzu. Es habe sich aber am Markt noch nicht erfolgreich etablieren können, da dem Verbraucher die Anwendungen zu komplex und unverständlich erschienen. Doch Machado ist überzeugt, dass die so genannte Wolken-Technologie von IBM dem intelligenten Haus nun zum Durchbruch verhelfen könne.


Ob der Kunde darin tatsächlich einen Nutzen sieht, bleibt abzuwarten. In der TecWatch Area in Halle 5.3 kann sich der IFA-Besucher einen Eindruck von dem zukünftigen Leben auf der "Wolke" machen. Am IBM-Stand steht ein Modellhaus, das mit Sensoren für Temperatur und Strom sowie mit dem Internet verbundenen Geräten wie einer Waschmaschine ausgestattet ist. Alle Geräte im Haus können über einen vernetzten Fernseher, einen Computer oder ein Smartphone angesteuert werden. Die Steuerung kann dabei komplett über virtuelle Welten erfolgen. So kann der Nutzer virtuell durch sein Haus gehen und die Geräte fast so bedienen, als stünde er tatsächlich vor ihnen.


Hausarbeit per Internet gesteuert

Mittels der "Wolken-Technologie" können beispielsweise nicht nur das Licht eingeschaltet und die Jalousien heruntergelassen werden. Auch die Waschmaschine könne kostensparend in Betrieb genommen werden, wirbt der IBM-Manager für das Produkt. Beispielsweise informiert ein Display den Verbraucher über den aktuellen Strompreis und dessen Entwicklung in den kommenden Stunden. Über das Internet kann der Waschvorgang in Verbindung mit den Daten über den Strompreis automatisch zum günstigsten Tarif begonnen werden. Zusätzlich kann ein optimiertes Waschprogramm gewählt werden, so dass der Stromverbrauch so gering wie möglich ist.


Wie betreutes Wohnen in der Zukunft aussehen könnte, demonstrieren dagegen Studenten der Humboldt-Universität zu Berlin. Sie haben eine akustische Kamera entwickelt, die Geräusche aufspüren kann. "Die Kamera kann unterschiedliche Schallquellen voneinander trennen und deren Positionen bestimmen", erklärt der Student Felix Pfeiffer. Wenn beispielsweise ein alter Mensch in seinem Haus stürze, würde die Kamera dies bemerken und ein entsprechendes Signal an die Zentrale einer Pflegeeinrichtung senden. So könnten die Helfer schnell alarmiert werden.


Der Schutz der Privatsphäre sei dadurch gewahrt, dass nur Signale, aber keine Bilder gesendet würden. Die Hausbewohner müssten sich nur daran gewöhnen, dass sie von Kameras umgeben seien. Sorgen, dass ein Big-Brother-Effekt für Senioren entstünde, habe er nicht, versichert Pfeiffer. Wenngleich bei solch technischen Innovationen immer stark darauf geachtet werden müsse, dass die Privatsphäre geschützt bleibe.

Quelle: ddp

 
 
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