Home  » Wissen & Karriere  » Aus- und Weiterbildung
Aus- und Weiterbildung
Ausbildungspakt

Fachkräftesicherung wird weiter vorangetrieben

 
10.02.2010
 

Der Ausbildungspakt von Bundesregierung und Wirtschaft soll einem Zeitungsbericht zufolge verlängert werde. Die Paktpartner seien sich einig, den in diesem Jahr auslaufenden Pakt "mit der bisherigen Schwerpunktsetzung auf Ausbildung und Fachkräftesicherung" fortzusetzen, berichten die Dortmunder Ruhr Nachrichten unter Bezug auf eine dreiseitige Erklärung der zuständigen Bundesministerien, der Spitzenverbände der Deutschen Wirtschaft und der Bundesagentur für Arbeit.

Schwerpunkt soll dabei auf jene Jugendliche gelegt werden, die noch keinen Ausbildungsplatz haben. Im Herbst solle der neue Pakt geschlossen werden. Zugleich beurteilen dem Bericht zufolge Bundesregierung und Wirtschaft die aktuelle Lage auf dem Lehrstellenmarkt verhalten positiv. "Die Situation auf dem Ausbildungsmarkt ist besser, als man angesichts der Finanz- und Wirtschaftskrise erwarten konnte", heißt es in der Erklärung. Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge sei um 8,2 Prozent beziehungsweise 50.340 auf 566.004 zurückgegangen. Dafür sei auch der demografiebedingte Rückgang der Schulabgängerzahlen verantwortlich.

Eine positive Bilanz wird zum bisherigen Ausbildungspakt gezogen. Trotz schwierigster wirtschaftlicher Rahmenbedingungen hätten Kammern und Verbände im laufenden Lehrjahr 72.600 neue Ausbildungsplätze eingeworben. 46.300 Betrieben seien erstmals für Ausbildung gewonnen worden. Die Bundesagentur für Arbeit habe im vergangenen Jahr etwa 41.000 Eintritte in außerbetriebliche Ausbildung gefördert. 83 Prozent der Jugendlichen, die in diesem Jahr zu den Nachvermittlungsaktionen von Kammern und Arbeitsagenturen erschienen, hätten inzwischen einen Ausbildungsplatz oder einen Platz für eine betriebliche Einstiegsqualifizierung angeboten bekommen. Nach dem Ende der Nachvermittlung lag die Zahl der noch unversorgten Bewerber bei 4.400.

2004 hatten Wirtschaft und Politik erstmals einen solchen Ausbildungspakt geschlossen. Darin verpflichtete sich die Wirtschaft, jährlich jedem ausbildungsfähigen und ausbildungswilligen Neubewerber ein Angebot zur Ausbildung zu machen. Das kann neben einer Lehrstelle auch ein Praktikumsplatz sein. Im Gegenzug für die Zusagen der Wirtschaft verzichtete die Politik auf die Einführung einer Ausbildungsplatzabgabe für nicht ausbildende Betriebe. Mittlerweile wurde die Vereinbarung mehrmals verlängert.

Quelle: ddp

 
 
Finden Sie Gleichgeseinnte im Handwerker Forum!

Als weitere Fachpublikationen für Handwerk und Mittelstand erscheinen im Holzmann Medien
handwerk magazin, Deutsche Handwerks Zeitung, boden wand decke, rationell reinigen, RWTextilservice, fleischerei.de
sowie im Holzmann Buchverlag Fachinformationen zur Aus- und Weiterbildung.