"Soziale Online-Netzwerke werden beim Versand von Weihnachtsgrüßen immer populärer", meldet der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM). Trotzdem stehen weiterhin die traditionelle Weihnachtskarte und der Weihnachtsbrief per Post an der Spitze. Hier zeigen sich jedoch klare Unterschiede in Bezug auf das Alter der Absender.
Laut BITKOM will jeder zehnte Deutsche in diesem Jahr Grüße zum Fest per Internet-Eintrag in Communitys oder Blogs aussprechen. 28 Prozent der Befragten verschicken stattdessen E-Mails. Etwa jeder fünfte will zu Weihnachten Handy-Kurznachrichten (SMS) will versenden. Die digitalen Weihnachtsgrüße und hier vor allem die neuen Möglichkeiten der Web-2.0-Technologien werden zwar immer stärker genutzt, trotzdem werden 2009 – wie auch schon im vergangenen Jahr – die traditionellen Formen wie Weihnachtsgrüße per Postkarte oder Brief immer noch am stärksten genutzt. Dies sind die Ergebnisse des WebMonitor von BITKOM und dem Meinungsforschungsinstitut Forsa, bei dem 1.000 Personen befragt wurden.
Betrachtet man die Nutzung jedoch differenziert nach dem Alter der Befragten so zeigt sich eine klare Tendenz. Umso jünger die Gruß-Absender sind, um so eher werden die neuen Kommunikationsformen gewählt. Senioren schreiben laut BITKOM weit häufiger Briefe oder Postkarten als Teenager. Grundsätzlich würde dabei jedoch die handgeschriebene Weihnachtspost immer seltener werden.
Gerade bei den unter 20-Jährigen seien sogar die "normalen" E-Mails schon nicht mehr angesagt. „Für viele Teenager sind E-Mails schon eine veraltete Technologie, die sie vor allem nutzen, um sich bei ihren Tanten und Onkel für ein Geschenk zu bedanken“, sagte Prof. August-Wilhelm Scheer, Präsident des BITKOM. So schreiben nur fast 30 Prozent aller Befragten unter 20 Jahre eine Mail zu Weihnachten. Bei den Twens steigt der Anteil auf knapp 50 Prozent und nimmt in den darüber liegenden Altersgruppen wieder stetig ab. Nur jeder zehnte Bundesbürger über 60 Jahre verschickt seine Festtagsgrüße per Mail.
Quelle: BITKOM/jtw