Aktuell hat sich die wirtschaftliche Lage im Handwerk wieder belebt. Die überwiegende Mehrheit der Handwerksbetriebe in Deutschland beurteilt die momentane Situation zwar als gut oder befriedigend, trotzdem zeigen vor allem die exportabhängigen Betriebe, dass die Krise noch nicht vorüber sei. Insgesamt zeige sich bei den Investitionsaktivitäten noch große Zurückhaltung. Das sind die Ergebnisse des Konjunkturberichts des Zentralverbands der Deutschen Handwerks (ZDH), den ZDH-Generalsekretär Hanns-Eberhard Schleyer vergangene Woche vorstellte.
Vor allem die stabile Nachfrage von Privathaushalten nach Handwerkerleistungen und die Auftragseingänge durch die Konjunkturpakete helfen dabei, die Entlassungen zu vermeiden und die Konjunktur zu beleben. Auch die Ausbildungsbilanz sei gut, obwohl bis zu 10.000 Stellen unbesetzt geblieben sind. Im Vergleich zu anderen Branchen sei das Handwerk von der Wirtschaftskrise weniger hart betroffen. ZDH-Generalsekretär Schleyer zeigte sich zufrieden mit der neuen Bundesregierung: "Die Politik hat im Koalitionsvertrag deutlich gemacht, dass sie sich an den Bedürfnissen des Mittelstandes ausrichten will." Gleichzeitig appellierte er an die Bundeskanzlerin in der Steuerdebatte klare Eckpunkte zu setzen und am Kurs des Dreiklangs von Konsolidierung, Entlastung und Investition in Bildung festzuhalten. Trotz aller positiven Meldungen werde das kommende Jahr laut Schleyer jedoch nicht einfach werden. "Wir erwarten ein Minus von einem Prozent", sagte er bei der Pressekonferenz zum ZDH- Konjunkturbericht.
Das ausführliche Statement zur aktuellen Handwerkskonjunktur von ZDH-Generalsekretär Hanns-Eberhard Schleyer sowie eine Einschätzung für verschiedene Gewerke lesen Sie unter zdh.de .
jtw